Kapitel 1 – Ankunft auf Island
Island war schon seit langer Zeit eines der Ziele, die mir immer mal wieder in den Sinn kamen. Die Faszination, die diese Insel auf viele Leute und auch auf mich ausübt, ist groß. Raue Landschaften, schroffe Klippen, brodelnde Vulkane, kristallklares Eis; das Land zeigt sich in den verrücktesten Farben und Formen. Die Erwartungen, die wir hatten, waren dementsprechend hoch.
Unsere Reise begann mit unserer Ankunft am Flughafen Keflavík, von wo aus es nur eine kurze Busfahrt in die Hauptstadt Reykjavik war. Hier holten wir am nächsten Tag unseren Mietwagen ab, um unseren Weg um die Insel zu beginnen. Hierbei sollte man beachten, dass man sich bei der Auswahl des Wagens überlegen sollte, ob man auch das Hochland der Insel bereisen möchte, da nicht alle Autos für diese Straßen zugelassen sind.
Im Land von Eis und Feuer und, wie wir bald erfahren sollten, vor allem Wind, wurden wir erst einmal mit strahlendem Sonnenschein begrüßt. Dies sollte aber nicht lange so bleiben. Wind und Regen sind allgegenwärtig und während die Isländer*innen ihr Heim meist gastfreundlich und gemütlich gestalten, ist die Natur oft sehr unwirtlich und anspruchsvoll an jegliches Leben.
Roadtrippin‘
Wir verließen Reykjavik in Richtung Norden schon direkt nach unserer Ankunft. Das Ziel war es möglichst bald die umwerfende Landschaft Islands zu sehen, wofür die Küstenstraße nach Borganes nahmen, welche bei bestem Wetter schon direkt für einige herrliche Panoramen sorgten. Immer mal wieder legten wir einen Stopp ein und genossen die Sonne. Für den ersten Tag hatten wir uns vorgenommen den ersten von vielen Wasserfällen zu besuchen und uns dann weiter auf den Weg nach Norden zu machen, um auf der Halbinsel Snæfellsnes im Örtchen Olafsvik unterzukommen.
Barnafoss
Der Barnafoss zog uns direkt in seinen Bann. Einfach zu erreichen war es der perfekte Einstieg und bedeutete für uns keinen großen Umweg. Der unter der Erde verlaufende Teil des Flusses Hvíta tritt hier auf einer fast einen Kilometer langen terrassenartigen Bank wieder an die Oberfläche. Hier bilden sich hunderte kleine Wasserfälle, die zurück in den Hauptstrom führen. Etwas weiter den Fluss entlang gibt es eine Engstelle im Fluss, die zu beeindruckend tosenden Stromschnellen führen.
Olafsvik
Unser Weg führte auf der Ringstraße über Borganes weiter nach Norden bis nach Olafsvik, von wo aus wir die Halbinsel Snæfellsnes erkunden wollten. Unter Anderem standen das Fischerdorf Arnarstapi und der ikonischen Berg Kirkjufell auf dem Programm. Das Wetter war über den Tag schlechter geworden und Island zeigte sich an unserem ersten Tag so schön wie es ist. Wir waren begeistert und aufgeregt mehr zu sehen.
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