Kapitel 2 – Die Borromäischen Inseln

Da wir unsere Zeit am Lago Maggiore in der Nähe von Stresa verbrachten gehörte ein Besuch der Borromäischen Inseln natürlich irgendwie zum Pflichtprogramm. Die fünf Inseln, die alle in der kleinen Bucht zwischen Verbania und Stresa liegen haben alle ihren ganz eigenen Charme. Wir besuchten die drei von ihnen und hatten einen tramhaften Tag bei noch traumhafterem Wetter.

Isola Madre

Mit der Fähre ging es für uns von Baveno aus rüber auf die Isola Madre. Die Insel ist die größte der Fünf und ist im Gegensatz zur Isola Bella eher schlicht und natürlich. Der dennoch sehr gepflegte Garten im englischen Stil bricht hier bewusst aus geometrischen Formen und Ordnung aus. Wir ließen uns viel Zeit, um an diesem heißen Tag im Schutz der Bäume umherzuwandern. Erstes Highlight waren die unzähligen verschieden farbigen Pfauen, die frei durch die Parkanlage streiften. Am Ende besichtigten wir noch das Herrenhaus und genossen einfach ein wenig die Atmosphäre.

Isola Bella

Mit der Isola Bella besuchten wir die für uns zweite der Borromäischen Inseln. Im Golf des Lago Maggiore direkt vor der Gemeinde Stresa gelegen bietet die Insel einen traumhaften Blick in fast alle Richtungen über den Lago. Verglichen mit der Isola Madre ist diese Insel deutlich stärker bebaut. Insbesondere der Palast mit angeschlossenem Garten bzw. Gartenterrasse macht einen Besuch der Insel sehr lohnend. Auch wenn Bella das italienische Wort für schön ist, und das ist diese Insel keine Frage, so leitet sich der Name allerdings von Isabella ab, welches der Name der Frau war für den Carlo III. Borromeo den Palast erbauen ließ. Durch eine Pestepidemie Mitte des 17. Jahrhunderts mussten die Arbeiten allerdings lange unterbrochen werden, was dazu führte, dass sowohl besagte Isabella, als auch Carlo III. Borromeo die Fertigstellung nicht mehr erlebten.

Der Palast selbst, ganz im Stil barocker Architektur gehalten, ist wunderschön. Wir nahmen den Rundgang durch die vielen kunstvoll eingerichteten Zimmer und staunten immer mal wieder über die beeindruckende Detailverliebtheit, die hier angewandt wurde. Immer mit Blick durch die Fenster auf den See, kann man sich sehr gut vorstellen an diesem Ort zu leben.

Mein Highlight waren dann allerdings die Muschelgrotten im Untergeschoss des Palastes. Gewölbeähnliche Räume die von innen komplett mit verschiedensten Muscheln verziert sind. Danach führt einen der Rundweg auch schon in die Gärten des Palastes, die ein weiteres Highlight darstellen. Prunkvoll gestaltet und sehr gepflegt, sind die Gärten ein echter Wohlfühlort. Geometrien und Elemente, verschiedenste Farben und Pflanzen werden hier zu einem Gesamtkunstwerk kombiniert. Wir hatten einen herrlichen Tag ausgewählt und das betonte natürlich die Schönheit dieser kleinen Insel noch mehr.

Isola Superiore

Unsere letzte Station für diesen Tag war die Isola Superiore. Hier lag der Fokus allerdings eher auf etwas anderem als Gärten und Museum. Als einzige bis heute dauerhaft bewohnte Insel bietet sie einige nette Cafés und Restaurants, um sich nach einem längeren Tag zu stärken und bei herrlicher Aussicht auf das Ufer des Lago Maggiore und die kleine Stadt Stresa ein wenig Zeit verstreichen zu lassen. Nach dem Essen schlenderten wir noch ein wenig durch die kleinen Gassen und genossen das italienische Flair.