Kapitel 3 – Kleine nette Ortschaften
Insgesamt fiel unsere Italienreise leider viel zu kurz aus und für die zweite Hälfte planten wir sowieso den Lago Maggiore zu verlassen und etwas weiter Richtung Süden vorzustoßen, um ein paar Freunde von uns zu besuchen. Daher ist dies auch schon das letzte Kapitel dieser Reise. Während unserer letzten Tage in der Region haben wir noch ein paar kleinere Orte in den italienischen Alpenausläufern besucht und einfach das Leben genossen.
Rocca di Angera
Unser erstes Ziel war die alte borromäische Burg Rocca di Angera. Wir fuhren die Küstenstraße in Richtung Süden, bis wir Arona erreichten und nahmen von dort aus das Boot nach Angera. Das Wetter war erst durchwachsen, sollte aber zumindest zum Nachmittag etwas Sonne und blauen Himmel für uns bereithalten. Nachdem wir einen kleinen Kaffee getrunken hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg durch die beschauliche alte Stadt. Wir machten unseren Weg den Hügel hinauf und erreichten schließlich die Burg. Als Besucher kann man das kleine Kastell fast komplett erkunden, inklusive des Gartens. Die Innenräume waren meist mit Fresken verziert und vom obersten Turm hatten wir eine fantastische Aussicht auf den südlichen Teil des Lago Maggiore.
Lago di Orta
Im benachbarten Tal, direkt neben dem Lago Maggiore befindet sich ein weiterer etwas größerer Gletschersee, der Lago di Orta. Wir fuhren nach San Giulio und wanderten durch die Gassen und genossen die Aussicht über den See. Von der kleinen Halbinsel aus viel der Blick direkt auf die Isola San Giulio und die Berge im Hintergrund. Traumhaft muss der Ausblick, wenn man das Glück hat, eines dieser Häuser, die in den Hang gebaut sind zu besitzen. Nachdem wir ein leichtes Picknick gemacht hatten, nahmen wir ein Boot und fuhren rüber auf die Insel. Die Insel ist fast komplett bebaut und die Häuser schmiegen sich eng aneinander und eine schmale Gasse führt einmal rund um die Insel. In der Mitte der Insel steht die Benediktinerinnen-Abtei und die Basilika San Guilio. Diese Kirche hat eine lange Geschichte, die bis ins 5 Jahrhundert zurückreicht. Der aktuelle Bau stammt allerdings aus dem 12. Jahrhundert. Auch hier konnten wir wieder viel Atmosphäre genießen und hatten wirklich einen schönen Tag am Ortasee.
Fazit
Das Gebiet um den Lago Maggiore ist ein sehr, sehr schönes Fleckchen auf unserem wunderbaren Planeten. Wir hatten leider nicht viel Zeit, als wir dort waren, daher konnten wir nicht alles machen, was wir wollten. Sicherlich hat dieser Ort noch mehr zu bieten, und vielleicht kommen wir ja auch noch mal wieder, um noch weitere Erkundungen zu unternehmen. Mit Orten wie Ascona oder Locarno, oder auch dem Nationalpark Val Grande gibt es noch viel was uns interessieren würde.
Wer Wasser und Berge gernhat und auf eine Meeresbrise verzichten kann, wer Cafés und Restaurants und belebte Orte lieber mag als sich mit Zelt und Outdoor-Equipment durch den Nationalpark zu kämpfen, der ist hier bestens aufgehoben.
Was mich betrifft sind schon Lebensart, italienisches Essen und ein guter Wein Grund genug für eine Reise nach Italien. Aus dem Auto zu steigen und die Sprache zu hören die warme Luft zu spüren, vielleicht ein echtes italienisches Eis zu essen, ist wie die Urlaubsgefühle per Schalter anzuschalten. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf unseren nächsten Trip nach Italien.
Hinterlasse einen Kommentar